Archiv für August 2013

Und wieder in den verfluchten letzten Minuten..

Es scheint mittlerweile chronisch zu werden: Immer wieder in den letzten Minuten gibt unsere Elf den sichergeglaubten Sieg aus der Hand. So auch am vergangenen Samstag bei bestem Fußballwetter. Verwunderlicherweiße blieb das Osterfeldstadion allerdings verhältnismäßig leer. Gerade nach dem emotionalen Pokalfight vom Mittwoch hatten wir mit mehr Feedback und Anerkennung vor Ort gerechnet. Auch der Support war solide, erlebte aber auch schon bessere Tage. Das Mittwochspiel steckte doch noch merklich in den Knochen und Stimmenbändern. Unser Sportclub war in weiten Teilen überlegen, nutzte jedoch einige Chancen nicht und hätte spätestens in der zweiten Halbzeit den Sack zumachen können, nein sogar müssen! Doch so trat einmal mehr wieder das ein, was zum unschönen Trend wird: Es entstehen Lücken, die Abwehr zerbricht und es werden in ungünstigen Situationen Bälle verloren. So auch mit Beginn der Nachspielzeit, als ein Angriff auf das Hannoveraner Tor direkt in einen Gegenangriff umschlug und die Goslarer Abwehr schlichtweg überrannt wurde und den Amas aus der Landeshauptstadt doch noch mit reichlich Nachhilfe durch die Herren in Neon-Gelb der Ausgleich gelang.
Nichts desto trotz ist ein Punkt gegen eine Mannschaft, die seit Jahren konstant oben in der Liga mitmischt, in Ordnung. Nur Schade das eigentlich mehr drin gewesen wäre.
Weiter geht es kommendes Wochenende auswärts in Hamburg. Wir bitten um zahlreiches erscheinen und machen es uns bis dahin auf dem vierten Tabellenplatz gemütlich!

Neunzehnnullacht allez!

„So glanzvoll sind wir noch nie ausgeschieden“…

… mit diesen Worten eines unbekannten Herren nach dem verlorenen Pokalspiel gegen Oldenburg lässt sich der gestrige Tag eigentlich schon recht gut zusammen fassen. Doch dazu später mehr.
Mittwoch – 18 Uhr : Eine noch miserablere Anstosszeit für ein Pokalviertelfinale hätte mensch wohl nicht wählen können. Insofern können wir der Spruchbandaktion („253km, 18 Uhr Anstosz – Fanfreundlich ist anders“) der knapp 100 mitgereisten Oldenburger nur zustimmen. Doch auch auf unserer Seite gab es einiges an Papier zu sehen. So präsentierten wir beim Einlauf der Mannschaften Spruchbänder mit der Aufschrift „Erinnerst du dich noch an Lichtenhagen ’92?“ und „Refugees Welcome!“.

refugeesspruchbandold

Bezug nahmen wir mit dieser Aktion auf die aktuellen Geschehnisse in Berlin-Hellersdorf, wo ein ‚Volksmob‘ aus Bürgern und Neonazis versucht, ein neu eingerichtetes Flüchtlingsheim anzugreifen, wobei bereits unzählige Antifaschist_Innen verletzt wurden und einige Refugees aus Angst vor Übergriffen das Viertel bereits wieder verlassen haben, wobei diese mit Flaschenwürfen seitens der ‚Wutkartoffeln‘ begleitet wurden. Bereits im Vorfeld der Eröffnung des Flüchtlingsheims pöbelte eine rassistische und xenophobe ‚Volksgemeinschaft‘ monatelang gegen das Heim. Wir erklären uns bedingungslos solidarisch mit den Refugees und Antifaschist_Innen in Berlin-Hellersdorf !
Passend dazu hatten die Oldenburger einen schönen ‚Refugees Welcome‘-Doppelhalter am Start, welcher auch erfreulicherweiße oft genug gen Himmel gehalten wurde.
Von Beginn an zeigte unsere Elf sich kämpferisch, was auch sogleich durch mehrere wirklich gute Torchancen belohnt wurde. Auf das erste Tor mussten wir jedoch ganze 29min warten, bis Marius Kleinsorge die Kugel nach einem schönen Pass von Nils Pichinot im Oldenburger Tor zum 0:1 versenkte. Die Freude war natürlich riesig doch leider war die Führung auch ein Weckruf an die Oldenburger, welche danach ordentlich aufdrehten und ein deutlich besseres Spiel zeigten. Mit der verdienten 0:1 Führung ging es schließlich auch in die Halbzeit. Die zweite Halbzeit, welche von uns zu Beginn mit weißem Konfetti optisch untermalt wurde, wurde nun zu einem Auf und Ab der Gefühle. So glich der VfB Oldenburg breits zwei Minuten nach Wiederanpfiff durch Lucas Höler zum 1:1 aus. Wiederrum wenige Minuten darauf schoss Nils Pichinot den GSC wieder in Führung. Das Spiel auf dem Platz riss ordentlich mit und so gaben wir im Block alles und bemühten uns nahezu lückenlos durchzusingen, was sich bei dem offensiven Spiel beider Mannschaften und den damit verbundenen Emotionsausbrüchen als gar nicht so leicht darstellen sollte. In der 59. Minute dann der erneute Ausgleich der Oldenburger. Innerlich hatten wir uns bereits auf Elfmeterschießen eingestellt, umso ernüchternder war es als Mohamed Aidara in der 83. Minute ins Goslarer Tor köpfte und den VfB erneut in Führung brachte. Sichtlich geschockt von dem späten Gegentor war von Goslarer Seite bis zum Abpfiff leider nicht mehr viel zu sehen und so blieb es letztendlich bei einer knappen 2:3 Niederlage und somit dem erneuten, aber definitiv ansehnlicheren Ausschied aus dem NFV-Pokal.

>Hier< noch eine Hand voll Fotos.

Weiter geht es nun am kommenden Samstag zu Hause gegen die Amateure von Hannover 96. Sollte unsere Elf dort die selbe Leistung bringen wie gegen Oldenburg, sind die drei Punkte mit großer Wahrscheinlichkeit unser. Also kommt am Samstag ins Osterfeldstadion und unterstützt unsere Jungs!
Forza 08!

Regen, Stau und drei Punkte

Am vergangenen Sonntag ging es nach Wilhelmshaven zum ersten besuchbaren Auswärtsspiel unseres Kaufmannsclubs. Und so machten sich früh morgens 2 Autos aus Goslar auf in Richtung Norden.
Die 5 Staus und der ständige Regen konnten die Vorfreude nicht mindern und so bezog man eine knappe halbe Stunde vor Anpfiff guter Dinge den schicken Gästeblock des Jade Stadions. Insgesamt ein wirklich schöner Ground, wenn man bedenkt in welcher Liga wir spielen und was so manch anderer Regionalligist zu bieten hat. Beinahe pünktlich zum Anpfiff setzte auch wieder starker Regen und zwischenzeitlich sogar kurze Hagelschauer ein, welche dem nahezu durchgehenden Support jedoch nichts anhaben konnten. Auch die Spielleistung unserer Elf war sehr vorzeigbar, auch wenn nach dem Führungstreffer anscheinend ein wenig zu lang gefeiert wurde, denn der Ausgleich fiel nicht mal eine Minute darauf. Viele Minuten und einen unberechtigten Elfmeter später konnten wir allerdings die 3 Punkte mit der Mannschaft feiern und über die unendlichen Weiten und Weiden der Küstenlandschaft wieder Richtung Harz aufbrechen. Natürlich nicht, ohne dass uns wieder einiges an Niederschlag begleitete.

Stellungnahme zum Spiel gegen Cloppenburg

Danke NFV und Deutsche Bahn!
Endlich ist es wieder soweit, die Regionalliga startet mit dem Eröffnungsspiel unseres Kaufmannsclubs in Cloppenburg – doch leider ohne uns. Denn dank der Spielplanterminierung des NFV und des so überragend ausgefeilten Zugfahrplans war es uns nicht möglich, die Reise in den hohen Norden anzutreten.

Dass ein Spiel auf einen Freitag um 19 Uhr gelegt wird, spricht schon für sich. Dem arbeitstätigen Teil der Fans wird somit bei der langen Anreisezeit jegliche Möglichkeit genommen, ihre Mannschaft vor Ort zu unterstützen. Doch auch wenn die Anreise per Zug möglich gewesen wäre, birgt dies ein gravierendes Problem: Mensch kommt nicht mehr aus Cloppenburg zurück. Der letzte Zug, mit dem eine Rückreise nach Goslar möglich gewesen wäre, fährt um kurz nach halb 7 – eine knappe halbe Stunde vor Spielbeginn. Somit war eine Anreise für alle die nicht auf ein Auto zurück greifen konnten unmöglich. So kann man sich natürlich auch die Kosten für Ordner sparen und unliebsame Fans aus den Stadien halten. Für die Zukunft würden wir auch Mitternachtsspiele auf ostfriesischen Inseln oder im Erzgebirge vorschlagen!
Aufgrund der oben genannten Umstände war es uns daher leider nicht möglich als Gruppe in Cloppenburg aufzutreten und unsere Mannschaft bei ihrem ersten Punktspiel der Saison angemessen zu unterstützen.

Umso erfreulicher war es, bereits vier Minuten nach Anpfiff zu hören das der GSC durch Kapitän Karsten Fischer bereits 0:1 in Führung gegangen ist. Zwei Minuten später sollte allerdings schon das ernüchternde 1:1 für Cloppenburg folgen. Mit dem Stand von 1:1 und einer roten Karte für Tezcan Karabulut ging es schließlich auch in die Halbzeit. Vor den heimischen Bildschirmen hieß das: Zeit um den Getränkevorrat aufzufüllen und den Ventilator auf volle Power zu stellen! So wurde auch in der zweiten Halbzeit weiter mitgefiebert. In der 85. Minute dann endlich das erlösende 2:1 durch Sven Hartwig und somit die ersten drei Punkte für den GSC in dieser Saison!
Ein gelungener Auftakt an den es nächste Woche Sonntag im heimischen Osterfeldstadion gegen die Amateure des VfL Wolfsburg anzuschließen gilt! Und dann auch endlich wieder im Stadion…

Forza Nullacht!